Holzbackofen Bauanleitung

Immer mehr Hobbybastler locken die tollen Möglichkeiten, die es gibt, um sich einen eigenen Pizzaofen oder einen Holzbackofen zu errichten. Darüber hinaus bietet auch der Fachhandel für Do-it-yourself-Handwerker eine Fülle an Sortimenten an, innerhalb derer sogar schon vorgefertigte und vorkonfektionierte Sets für einen Brotbackofen enthalten sind. Wir haben für unsere Kunden eine Holzbackofen Bauanleistung kostenlos zusammengestellt, sodass das selber bauen kein Problem mehr sein wird.

Wer diese handwerkliche und technische Herausforderung annehmen möchte, kann sich mit nachfolgender Anleitung einen funktionstüchtigen bauen. Wichtige Grundregeln dabei sind handwerkliches Geschick und Verständnis, eine entsprechende Ausrüstung an Werkzeugen und Mut zum Risiko. Darüber hinaus ist es ratsam, schrittweise vorzugehen, denn so klappt das Holz-, Pizza- oder Brotbackofen selber bauen am besten.

Eine grobe Holzbackofen Bauanleitung

holzbackofen-bauanleitungDamit der Ofen später nicht kippelig ist und eine solide Standfläche erhält, ist es unumgänglich, ein stabiles und statisch ausgeglichenes Fundament zu schaffen. Das heißt, dass mit Spaten, Hacke und Schaufel eine Grube ausgeschachtet wird. Diese sollte ungefähr 80 cm tief sein.

Als Basis für dieses Fundament wird eine etwa 15 bis 20 cm dicke Kiesschicht eingebracht, die sowohl als Standsicherheit als auch als Drainage dient. Damit wird das Abfließen von Grund- und Regenwasser realisiert, sodass das Fundament nicht ausgeschwemmt werden kann. Damit die Innenkanten des Fundamentes nicht wegbrechen, ist eine Schalung aus derben Holzbrettern ideal.

In diese rundum-Schalung wird auf den Kies eine Masse aus Estrichbeton aufgegossen. Für die Sparfüchse unter den “Ofenbauern” kann eine preisgünstigere Alternative anstatt Fertig-Estrichbeton empfohlen werden. Dazu werden:
- drei Teile (drei Schaufeln) Betonkies
- eine Schaufel oder ein Teil Zement mit Wasser (zugeben bis eine breiige Konsistenz erreicht ist) vermischt.

Mit dieser gießfähigen Substanz wird der Innenbereich der Randschalung ausgegossen. Für genug Standfestigkeit sorgen etwa 8 bis 10 cm. Der Beton wird nun verdichtet und mit einem ebenen Brett abgezogen, bis die Oberfläche makellos glatt ist. Für eine extreme Stabilität und Tragfestigkeit kann eine zusätzliche Bewährung aus Stahlgeflecht eingebracht werden. Nun muss dieser Untergrund austrocknen und aushärten.

Was folgt nach der Bodenplatte

Wenn die sogenannte Bodenplatte richtig hart ist, werden gebrannt, unglasierte Ziegel aus dem Baumarkt erst einmal an den vorgesehenen Positionen ausgelegt und ausgerichtet. Mit einer einfachen Maurertätigkeit erfolgt nunmehr das Errichten des Unterbaus für den Ofen. Das heißt an drei Seiten wird gerade nach oben gemauert, bis die gewünschte Höhe erreicht ist. In die nach vorn offene Seite wird der Rundbogen eingefügt. Für den Rundbogen werden aufgrund der schönen Optik nicht einfach Tonziegel, sondern gebrannte Klinker verwendet.

Dabei gilt eine Faustregel: Die Außenseite des Rundbogens sollte an den Seiten der Ziegel ungefähr 3 cm überstehen. Wenn der Rundbogen fertig ist, kommt der Abschluss der Frontseite, der wieder aus einer geraden Schicht Ziegel besteht. Ohne eine gute Wasserwaage ist das Hochmauern der Ziegel nicht realisierbar. Wenn das Erstellen des Rundbogens nicht allein gelingt, kann die Hilfe von einem professionellen Maurer sinnvoll sein.

Zu den weiteren Arbeitsschritten gehören nun das Einbringen der Zwischendecke mit einer entsprechenden Schalung und das Auftragen der Armierung an den nach außen gerichteten Seitenfronten. Diese Arbeiten ähneln dem Gießen der Bodenplatte mit dem sich daran anschließenden verdichten. Die Wasserwaage kommt wieder “ins Spiel”, wenn es darum geht, die Ränder der Schalung für die Zwischendecke zu bauen. Ist alles aufgefüllt. dann kommt ein Brett oder eine Schiene aus Aluminium zum Einsatz, um die Zwischendecke abzuziehen und schön glatt auszugleichen. Nach einer etwaigen Wartezeit von 3 bis 4 Tagen ist die Zwischendecke ausreichend ausgehärtet.

Nun kommt der Innenraum des Ofens, der Boden, an die Reihe. Jetzt müssen die hitzebeständigen und Wärme speichernden Schamotte-Ziegel her. Außerdem kosten die aus Schamottemehl gepressten Ziegel weniger, als die handelsüblichen Schamotteplatten. Wie beim ersten Bogen, so kann auch hier ein versierter Maurer helfen, wenn das Mauern des Ofenbogens zu schwierig ist. Beim Herstellen des Bodens ist es wichtig, die Pressfuge nicht zu vergessen. Insider raten beim Kreieren des Bogens aus Klinkern ein Gittergeflecht aus Draht zu integrieren. Das beugt einem “Reißen” des Klinkerbogens bei wechselnden Temperaturen vor.

Ob der Holzofenbau richtig gelingt oder nicht, das entscheidet sich im nächsten Abschnitt. Um die passende Innengestaltung für den Ofen zu erzielen, muss ein Negativabdruck aus Sand gefertigt werden. Dieses Hilfsmittel gewährleistet, dass der Backraum auch eine gewünschte Kuppel erhält. Das Negativ aus Sand wird somit als Grundlage für den Kuppelbau genutzt (das Loch für den Schornstein nicht vergessen).

Die Hülle des Backraums im Ofen muss unbedingt feuerfest sein. Deshalb wird ein extrem fester Beton “zubereitet”. Dieser besteht aus Kies, Beton und Schamottemehl. Beim aufziehen dieser Mischung sollte am besten mit der Hand vorgegangen werden. Für einen besseren Halt der Masse auf dem Sandnegativ sorgt wiederum ein über die Kuppel gelegtes Drahtgeflecht. Auch die Brotbackofentür sollte jetzt schon mit eingemauert werden, um einen sicheren Halt zu gewährleisten.

Es dauert knapp drei Tage, bis der Beton für den Pizzaofen hart ist. Jetzt wird noch eine Schicht Schamottebeton aufgetragen, mit dem Schwamm geglättet und ausgehärtet. Eine zusätzliche Isolierschicht trägt dazu bei, dass die Betonkuppel feuerfest ist.

Das Thermometer und Abzug für den Backraum werden mit eingearbeitet. Das Thermometer kann in das Ofenrohr eingesteckt werden, sodass von außen die Skala erkennbar ist. Nun werden die Kuppel(danach kann das Sandnegativ entnommen werden) und das gesamte Drumherum verputzt und die erste Aufheizphase im Holzbackofen kann losgehen.

Wir hoffen, dass unsere Holzbackofen Bauanleitung Ihnen weiter helfen konnte!!